Protokoll
Das Fachforum "Regionalvermarktung hatte zwei Zusammenkünfte, und zwar
- am 25.11.02 sowie
- am 13.1.03.
2. Fachforum "Regionalvermarktung am 13.1.03
TeilnehmerInnen waren
Dr. Eberhard Geisler, KVR und UWZ
Dr. Detlef Timpe, Umweltzentrum
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Klaus Lang, Westf. Reisebüro
Frau Nordhoff-Spinne, Landaktiv
Gisela Lamkowsky
Elma Vieseler-Thiele, LWK
Veronika Lategahn
Sabine Goertz, Direktvermarkter
Monika Hennigs, Kompetenzz
Ursula Tenberge-Weber, Verbraucherzentrale NRW
Ursula Horn, Tierschutzverein Unna
Knud Skrzipietz, Stadt Hamm
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Herr Schulze-Wethmar
Herr Louven
Herr Engelberts, Kanne Brottrunk
Sabine Döring, Landaktiv
Jutta Sucker, Landaktiv
Wilhelm Eckei, AbL
Ulrike Ostendorff
Ulrich Jasper, AbL
Günther Klumpp, MediaKom
Bernhard Krella, Slow Food e.V.
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
2.1. Internet-Portal
Dr. Timpe erläutert das Projekt Internet-Portal (vgl. Protokoll des Fachforums am 14.10.02). Insbesondere die folgenden Punkte werden von Dr. Timpe näher erläutert:
a. Kosten: Die eigentliche Produktion des Internet-Portals wird rund 100.000 Euro kosten. Die Vorarbeiten im Wert von rund 20.000 Euro sollen weiterhin unberücksichtigt bleiben. Zu rechnen ist mit Regiekosten im Umfang von 30-40.000 Euro, die vom Umweltzentrum getragen werden, genauso wie ein Eigenanteil von 15.000 Euro. Der Förderantrag wird sich daher auf rund 85.000 Euro belaufen.
b. Angemessenheit: Die Frage steht im Raum, ob diese Kosten angemessen sind. Dr. Timpe verweist zum einen auf ähnliche Projekte, und zwar auf das Portal www.bauernfrische.de (400.000 Euro) und www.oekolandbau.de (3,6 Mio.Euro). Schon in diesem Vergleich kann keine Rede davon sein, dass das vom UWZ geplante Projekt überteuert sei.
c. Ausschreibung: Das UWZ wird dieses Projekt nicht ausschreiben. Vereinfacht gesagt, weil das Internet-Portal kein Produkt ist, das sozusagen von der Stange gekauft werden kann. Um die Konzeption dieses Portals zu entwerfen, war jede Menge an Entwicklungsarbeit vonnöten, die sich bekanntlich nur sehr schlecht ausschreiben lässt. Dass Tätigkeiten, die auf Entwicklungsarbeiten aufbauen und sie vollenden, nicht ausgeschrieben werden, ist auch vom Vergaberecht gedeckt.
d. Der anschließende laufende Betrieb des Portals soll vom Umweltzentrum und wenigstens teilweise durch Teilnehmerbeiträge in einer Größenordnung von rund 10 Euro pro Monat finanziert werden.
Nach einer angeregten Diskussion über die Chancen und Risiken sowie über die Betriebskosten und Teilnehmerbeiträge sprechen sich in einer Abstimmung bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme alle anderen TeilnehmerInnen des Fachforums für die Bewilligung und Förderung des von Dr. Timpe vorgestellten Internet-Portals aus.
2.2. Konsumwende
Frau Tenberge-Weber erläutert das Projekt der Verbraucherzentrale NRW. Im Mittelpunkt der ersten Projektphase sollen die Kindergärten in Dortmund stehen. Den Erzieherinnen und den Köchinnen sollen Informationen angeboten werden zum Thema Gesunde Ernährung, wo die erforderlichen Lebensmittel bezogen werden können, wie sie eingesetzt werden können, wie auch Tiefkühlkost oder Essen von Caterern ergänzt werden können. Es besteht die Hoffnung, dass das Projekt über die Kinder auch die Eltern erreicht, weil im Kindergarten- und Primarbereich die Elternarbeit noch recht intensiv ist. Für weiterführende Schulen soll ein Modell-Schulkiosk entwickelt werden.
In der Diskussion wird auf den Elternverein an der Gesamtschule Fröndenberg hingewiesen, der ein entsprechendes Frühstück anbietet, auf mobile Frühstücksanbieter (Stichwort: Bäckerwagen). Eine besonders gut geeignete Zielgruppe müssten auch die Schulen sein, die sich an dem Programm Umweltschule in Europa beteiligen.
Das Projekt wird einhellig befürwortet. Einige abwicklungstechnische Fragen müssen noch geklärt werden.
2.3. Bauern- und Wochenmärkte
Zunächst werden die Erfahrungen mit dem Weihnachtsmarkt am 14.12.02 auf der Ökologiestation erörtert. Der Besuch und der Umsatz werden positiv beurteilt, es hätte noch mehr verkauft werden können. Bei den BesucherInnen handelte es sich um das Klientel der Ökologiestation, viele Leute waren von den anderen Veranstaltung bekannt, brachten z.T. sogar Leergut zurück.
Für den Weihnachtsmarkt 2003 wird als Termin der 13.12.03 festgehalten.
Ein weiterer regionaler Bauernmarkt soll im Sommer stattfinden.
Ob häufigere Bauernmärkte oder gar regelmäßige Marktauftritte organisiert werden sollen, wird eher skeptisch beurteilt, insbesondere vor dem Hintergrund des Bauernmarktes in Unna.
Solche und andere Fragen sollen durch eine Marktstudie geklärt werden, die das Kompetenzzentrum in Auftrag geben will.
2.4. bio-regional
Herr Eckei und Frau Ostendorff stellen das Projekt bio regional vor, das die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft beantragen möchte. Im Rahmen dieses Projektes sollen die Absatzbedingungen der regionalen Bio-Produkte innerhalb der Region verbessert werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass es seit Jahren in unserer Region keine ökologischen Umstellungen mehr gegeben hat.
Das Projekt findet grundsätzliche Zustimmung.
2.5. Milchautomat
Nachdem der Förderverein der Fröndenberger Förderschule für die geplante Anschaffung eines Milchautomaten Spendenzusagen von der Sparkasse und von der christlichen Wählergemeinschaft (CWG) bekommen hat, soll die Förderung aus Regionen aktiv bei Investitionen 40% - so bald wie möglich bewilligt werden so die einstimmige Aussage des Fachforums.
3. Termine
Als neuer Termin für das Fachforum "Naturschutz, Naherholung und Service wird Mittwoch, der 29.1.03, ab 19:30 Uhr in der Ökologiestation bekanntgegeben. Auf der Tagesordnung stehen bisher das Projekt Bauern pflegen Landschaft und das Thema Wanderreiten im nördlichen Bereich der Region.
nähere Infos telefonisch unter 02389/980917 oder per e-mail
1. Fachforum " Regionalvermarktung" am 25.11.02
TeilnehmerInnen waren
Günther, Klumpp, MediaKom
Frank Engel, MediaKom
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Klaus Lang, Westf. Reisebüro
Knud Skrzipietz, Stadt Hamm
Elmar Stevens, BAUM Consult
Birgit Schulte, Landaktiv
Margret Bienert, Landaktiv
Ingrid Nordhoff-Spinne, Landaktiv
Matthias und Ute Wilke-Erve, Hofladen Steffenhof
Hartmut Wever, Direktvermarkter
Hilmar Kötter, Direktvermarkter
Wolfgang Behmenburg, Direktvermarkter
Clemens Overmann, Einzelhandel
Jutta Sucker, Landaktiv
Veronika Lategahn
Wilhelm Eckei
Sven Jachmann, BEA
Ursula Horn, Tierschutz
Christel und Wilhelm Kanne, Kanne Brottrunk
Sabine und Dietrich Goertz, Direktvermarkter
Monika Hennigs, Kompetenzz
Karsten Lindloff, K L Kommunikation
Brigitte Koll, Förderschule Fröndenberg
Norbert Wellie, Landwirt
Reinhard Döring, WLV
Gödde
Häpke
Da mehrere TeilnehmerInnen zum erstenmal das Fachforum Regionalvermarktung besuchen, wird eine kleine Vorstellungsrunde veranstaltet.
1.1. Projekt Milchautomat
Frau Koll berichtet, dass die Förderschule Fröndenberg einen Milchautomaten (auch stählerne Kuh genannt) anschaffen möchte. Die frische Milch soll von Familie Lategahn geliefert werden, damit die Kinder beim gemeinsamen Frühstück in den Klassen mit Milch versorgt werden können. Frau Koll fragt, ob der Milchautomat aus dem Programm Regionen aktiv gefördert werden kann.
Das Projekt wird einhellig begrüßt. Die Details, wie Trägerschaft und die Förderbedingungen, müssen noch geklärt werden. Weiterhin wird gefragt, ob dieses Projekt nicht auch von anderer Seite gesponsort werden kann.
1.2. Marktstudie
Frau Helberg-Gödde macht den Vorschlag, eine Studie über Bauern- und Wochenmärkte anfertigen zu lassen.
Es schließt sich eine allgemeine Diskussion über derartige Märkte an.
Es besteht Einverständnis darüber, dass Angebote eingeholt werden. Ein weiterer Gedanke ist, reihum Hoftage zu veranstalten und einen gemeinsamen Terminkalender für Hoftage zusammenzustellen.
1.3. Weihnachtsmarkt
Frau Hennigs erläutert den Stand der Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt, der am 14.11. von 12 bis 17 Uhr auf der Ökologiestation stattfinden wird.
1.4. Internet-Plattform
Die Herren Klumpp und Engel, MediaKom, stellen die Demoversion des Internet-Portals vor. Grundsätzlich wird ein solcher Internet-Auftritt von allen Anwesenden für sinnvoll gehalten. Allerdings fragt Herr Döring, ob die Kosten berechtigt sind und ob nicht noch andere Angebote eingeholt werden können.
Herr Gödde fasst zusammen, dass ein Internet-Portal erarbeitet werden soll und dass die offenen Fragen noch geprüft werden sollen.
1.5. Konsumwende
Die Vorstellung des Projektes Konsumwende muss verschoben werden, weil die Verbraucherzentrale an diesem Fachforum nicht teilnehmen kann.
nähere Infos telefonisch unter 02389/980917 oder per e-mail
3.1. TeilnehmerInnen waren
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
Herr Lenzen, LWK Ruhr-Lippe
Dagmar Schlaberg, AfAO Soest
Hans-Joachim Nölle, Berater
Ute Burmann, Stadt Dortmund
Klaus Lang, KulTour-Akademie
Sabine Döring, Landaktiv
Reinhard Döring, WLV
Adrian Mork, Kuratorium der Biologischen Station
Klaus Klinger, Biologische Station
Nina Windisch, Biologische Station
Marion Weber
Christian Luther, Neuland
Karl Altena, Kreisjägerschaft Hamm
3.2. Bauern pflegen Landschaft
Am 24.10. hat eine Besprechung stattgefunden mit dem Ergebnis, dass ein Förderantrag gestellt werden soll mit einer halben bis einer ganzen Stelle, die zunächst, d.h. im ersten Jahr, die Koordination der Heckenpflege durch Landwirte übernehmen soll. Bei entsprechendem Erfolg sollen im zweiten Jahr auch andere Biotoptypen in die landwirtschaftliche Pflege übernommen werden. Der Förderantrag wird im Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises formuliert. Wegen der Trägerschaft wird die NFG angesprochen. Vom Kreis Unna werden kurzfristig die finanziellen Leistungen definiert, die die pflegenden Landwirte bekommen können. Zugleich stellt der WLV in seinen örtlichen Versammlungen dieses Projekt vor und wirbt um die Beteiligung der Landwirte.
3.3. Kreisjägerschaft
Die Kreisjägerschaft Hamm will Exponate (ausgestopfte Tiere, die ausgestellt werden können) erwerben, um einen Wagen als Lernort Natur einzurichten, mit dem z.B. Schulen oder Veranstaltungen besucht werden, damit insbesondere Kinder und Jugendliche einen wirklichkeitsnahen Eindruck der Wildtiere bekommen können. Hierfür wird die Kreisjägerschaft Hamm einen Förderantrag stellen. Die Verknüpfung mit dem Projekt Lernort Bauernhof muss noch genauer entwickelt werden.
3.4. Naturschutzjugend
Es würde begrüßt, wenn auch der Naturschutzbund ein Projekt für die Jugendarbeit entwickeln würde, das zugleich einen Beitrag zu den Zielen der Modellregion beiträgt.
3.5. Förderprogramm Niederwild
Herr Gödde erläutert, dass inzwischen eine Kapitalisierung der Fördersätze für ein regionales Agrarumweltprogramm (bezogen auf einen Zeitraum von 5 Jahren) grundsätzlich möglich ist. Nach wie vor bleibt aber das Problem der notwendigen Notifizierung bei der EU. Vorerst bleibt offen, ob das Projekt weiter verfolgt wird.
3.6. Reitwege
Herr Gödde spricht das Thema Reiten und Reitwege an. Zum nächsten Treffen des Fachforums (Termin ist aber noch offen) wird der Berater für den Arbeitskreis Pferde der LWK aus Recklinghausen eingeladen.
3.7. Internet-Portal
Nach Abschluss der Tagesordnung des Fachforums "Naturschutz, Naherholung, Service" wird noch einmal das Projekt Internet-Portal thematisiert, das bereits auf dem Fachforum Regionalvermarktung besprochen worden war. Herr Häpke bittet darum, dass ihm Firmen genannt werden, bei denen ein Angebot für die Erstellung eines solchen Portals eingeholt werden kann.
nähere Infos telefonisch unter 02389/980917 oder per e-mail
11.11.02
Protokoll
Nach der Sommerpause haben drei Arbeitstreffen von Fachforen stattgefunden, und zwar
- das Fachforum "Naturschutz, Naherholung, Service" am 16.9.02 und am 4.11.02 sowie
- das Fachforum "Regionalvermarktung / natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft" am 14.10.02.
1.1. TeilnehmerInnen waren
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
Herr Lenzen, LWK Ruhr-Lippe
Dagmar Schlaberg, AfAO Soest
Herr Knüwer, Kreis Unna, Natur und Umwelt
Hans-Joachim Nölle, Berater
Ute Burmann, Stadt Dortmund
Frau Niemann, NFG
Klaus Klinger, Biologische Station
1.2. Projekt Landtourismus Ruhrtal
Herr Lenzen erläutert das Projekt Landtourismus Ruhrtal, das bisher im Rahmen des Bündnisses für Arbeit im ländlichen Raum entwickelt worden ist. Die nächsten geplanten Schritte umfassen die Vorbereitung, Moderation und anschließende Auswertung einer Informationsveranstaltung für alle Landwirte, die im Ruhrtal des Kreises Unna ansässig sind. Aufgrund einer Haushaltssperre können diese Schritte im Rahmen des Bündnisses nicht mehr gefördert werden. Daher stellt sich die Frage nach einer Förderung aus Regionen aktiv.
Ergebnis der Beratungen war: Grundsätzlich passt das Projekt hervorragend in die Modellregion. Es sollte aber zur Weiterentwicklung bzw. Koordination dieses Projektes und zu seiner Verknüpfung mit den anderen Projekten eine befristete halbe Stelle eingerichtet werden. Im Zusammenhang mit der Vergabe der Moderation der Veranstaltung wird auf das Vergaberecht hingewiesen.
1.3. Bauern pflegen Landschaft
Verschiedene (förder-)rechtliche Probleme, die eine Förderung der Landschaftspflege durch Landwirte verkomplizieren, und eventuelle Lösungsansätze werden diskutiert. Herr Knüwer vom Kreis Unna (in Vertretung für Herrn Driesch) bereitet ein Fachgespräch zu diesem Thema vor, in dem auch externe Erfahrungen berücksichtigt werden.
1.4. Förderprogramm Niederwild
Herr Gödde erläutert die (förder-) rechtlichen Bestimmungen für ein solches regionales Agrarumweltprogramm (Mindestlaufzeit 5 Jahre Befristung von Regionen aktiv längstens bis 31.12.05; Notifizierung bei der EU), die eine Förderung aus Regionen aktiv zumindest dann erschweren, wenn keine ergänzenden Mittel aus anderen Töpfen zur Verfügung stehen.
1.5. Termin
Das nächste Fachforum Naturschutz, Naherholung, Service" findet am Montag, 4.11.02, ab 19:30 Uhr in der Ökologiestation Bergkamen statt. Als Themen sind geplant: die Überarbeitung der Dortmunder Anträge, die Konkretisierung des Landtourismus-Projektes und die weiteren Schritte in Sachen bäuerlicher Landschaftspflege.
2. Fachforum "Regionalvermarktung / natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft" am 14.10.02
2.1. TeilnehmerInnen des Fachforums waren:
Günther Klumpp, MediaKom
Frau Nordhoff-Spinne, Landaktiv
Sabine Döring, Landaktiv
Jutta Sucker, Landaktiv
Dr. Detlef Timpe, Umweltzentrum
Wilhelm Eckei, AbL
Friedrich Ostendorff, MdB
Annette Kötter, "Grünes Kaufhaus"
Karsten Lindloff, Dortmund
Bernhard Krella, Slow Food e.V.
Herr Meermann, Fa. Kanne
Ursula Horn, Tierschutzverein Unna
Monika Hennigs, Kompetenzzentrum Regionalvermarktung
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Raphael Völler, Stadt Hamm
2.2. Internet-Portal
Die Herren Klumpp und Dr. Timpe erläutern das Projekt Internet-Portal. Die Idee hierzu entstand im Zusammenhang mit den Regionalen Einkaufsführer, von dem 10.000 Expl. abgesetzt sind. Er hat rund 40.000 DM gekostet, und das UZW verfügt nicht über genügend Mittel, um einen solchen Einkaufsführer alle paar Jahre zu aktualisieren und neu zu erstellen.
Da ein wachsender Teil der Bevölkerung ans Internet angeschlossen ist, sollte auch diese Möglichkeit genutzt werden, um Informationen wie im EKF zu verbreiten: eine geeignete Form wäre ein Internet-Portal oder eine Internet-Plattform unter dem Arbeitstitel Lebensmittel aus der Region für die Region o.ä. Das UZW hat hierfür eine Demo-Version erstellen lassen, auf zwei Informationsveranstaltungen mit Praktikern aus der Direktvermarktung, d.h. mit Landfrauen und Landwirten, und mit Vertretern von Landwirtschaftskammer, Landwirtschaftsverband, Landfrauenverband vorgestellt, die alle sehr interessiert waren.
In Gesprächen mit Vertretern des MUNLV und der Projekt Ruhr GmbH musste jedoch festgestellt werden, dass es von diesen Seiten keine Fördermittel gibt. Da aber Kostenrahmen von 100.000 Euro für das UZW zu hoch ist, möchte das UZW jetzt die Förderung aus Regionen aktiv beantragen. Die Betriebskosten des Internet-Portals sollen durch Beiträge finanziert werden.
Herr Klumpp führt auf einem Rechner und Bildschirm die Demoversion praktisch vor. Er erläutert, dass hier ein Autorensystem vorgesehen ist, in dem jeder Teilnehmer seine Seite von zu Hause aus selbst pflegen kann, und zwar durchaus auch mit älteren Rechnern und ohne Programmierkenntnisse. Insofern behalten alle Akteure auch ihre Selbständigkeit.
Herr Völler, Stadt Hamm, fragt nach dem UZW als Projektträger und nach den Gründen für die relativ hohen Kosten. Herr Dr. Timpe erläutert, dass das Internet-Portal einen dauerhaften Träger brauche, damit es auch auf Dauer betrieben werden könne.
Herr Klumpp weist darauf hin, dass normale Internetseiten nur von Profis gepflegt werden können, so dass die Nutzer für jede Aktualisierung ihrer Seite Honorare zahlen müssen. Damit die Nutzer ihre Seiten selbst pflegen können, ist eine aufwändige Programmierung nötig. Überdies werde das Internet-Portal auch so programmiert, dass es auf unterschiedlich großen Bildschirmen und mit unterschiedlichen Programmen (Browsern) gleichermaßen und ohne Verluste genutzt werden kann.
Herr Büscher regt an, im Portal auch auf landwirtschaftliche Betriebe mit dem Angebot von Hofbesichtigungen hinzuweisen.
Herr Gödde verweist darauf, dass das Internet-Portal für die Solidargemeinschaft auch deshalb notwendig ist, und zwar als Basis für die Öffentlichkeitsarbeit und zur Vernetzung der Projekte und Akteure in der Modellregion. Herr Gödde fasst die Diskussion dahingehend zusammen, dass das Projekt Internet-Portal grundsätzlich realisiert werden soll.
2.3. Kompetenzzentrum
Frau Helberg-Gödde erläutert das Projekt, insbesondere die verschiedenen Ebenen (vom Wochenmarkt über Verarbeiter, den Gastronomiebereich bis zum Lebensmitteleinzel-handel), auf denen das Kompetenzzentrum die Chancen der Regionalvermarktung zunächst recherchieren muss. Die Entscheidung, auf welcher Ebene die praktische Umsetzung beginnen muss, hängt insbesondere von folgenden Kritierien bzw. den Antworten auf folgende Fragen ab:
- Wie hoch ist der Warendurchsatz, das verkäufliche Produktvolumen ?
- Wie kompliziert ist die Umsetzung ?
- Fördert das Vorhaben die Bekanntheit ?
- Gibt es Personen oder Unternehmen, die das Vorhaben umsetzen wollen ?
Es wurde vereinbart, eine kleine Projektgruppe zum Thema Markt einzurichten, die hierfür ein Konzept erarbeitet. Der Termin wird mit Herrn Büscher, WLV, koordiniert.
2.4. Weihnachtsmarkt
Es ist geplant, dass vom Projekt Kompetenzzentrum am 14.12.02 ein Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Ökologiestation veranstaltet wird.
2.5. Verbraucherzentrale
Herr Gödde stellt den Projektantrag der Verbraucherzentrale vor: Konsumwende Der Pott kocht regional. Der Schwerpunkt der Aktivitäten soll in Dortmund liegen. Praktisch geht es um die Gemeinschaftsverpflegung an Schulen, Kindergärten usw. und um den Aufbau eines Modell-Kiosks für Schulen.
2.6. Grünes Kaufhaus Hamm
Frau Kötter berichtet: Im Verlauf des Sommers kam es zu Unstimmigkeiten zwischen den Betreibern des Grünen Kaufhauses und dem Betreiber des Gartencenters mit dem Ergebnis, dass ein Landwirt und ein Metzger einen Verkaufsstand im Gartencenter einrichten, während die anderen Akteure einen neuen Standort suchen. So soll ein provisorisches Holzgebäude errichtet werden, um die Akzeptanz der Verbraucher zu testen. Bei Erfolg soll ein Bauantrag für ein festes Verkaufsgebäude gestellt werden. Herr Dr. Timpe empfahl, ein Gespräch mit der Wirtschaftsförderung in Lünen zu führen.
2.7. Slow-Food Dortmund
Slow-Food Dortmund stellt einen Strauß von Projektideen vor. Vereinbart wird, dass diese Ideen weiterentwickelt werden sollen mit einem sachlichen Schwerpunkt im Bereich der Gastronomie und einem räumlichen Schwerpunkt in Dortmund.
nähere Infos telefonisch unter 02389/980917 oder per e-mail
4.9.02
Protokoll
Im Juli haben drei Arbeitstreffen von Fachforen stattgefunden, und zwar
- das Fachforum "Regionalvermarktung / natur- und umweltverträgliche Landwirtschaft" am 1.7.02,
- das Fachforum "Naturschutz, Naherholung, Service" am 9.7.02 und
- eine Untergruppe des Fachforums "Bildung und Kultur am 17.7.02.
1.1. TeilnehmerInnen des Fachforums waren:
Johannes Auge, BAUM Consult GmbH
Irmgard Treptow, BAUM Consult GmbH
Klaus Lang, KulTour Akademie und Reiselädchen
Udo und Ursula Horn, Tierschutzverein Unna
Wolfgang Behmenburg, Landwirt
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Bertold Müller, Natürlich Hellweg GmbH
Rotraud Niemann, NFG
Karl May, "Grünes Kaufhaus"
Raphael Völler, Stadt Hamm
1.2. Grünes Kaufhaus Hamm
Für dieses Projekt haben sich andere Fördertöpfe gefunden, so dass das Grüne Kaufhaus keiner unmittelbaren Förderung aus "Regionen aktiv" bedarf. Die Vernetzung zu den anderen Projekten der Modellregion ist aber weiterhin erforderlich, insb. im Zusammenhang mit der Entwicklung einer regionalen Dachmarke und anderen Regionalvermarktungsaktivitäten.
1.3. "Bauernmarkt Unna"
Der "Bauernmarkt Unna" läuft zwar, könnte aber besser laufen. Unterstützung ist von seiten des WLV im Bereich der Werbung gewünscht. Darüber hinaus wurde im Fachforum die inhaltliche Konzeption des Bauernmarktes diskutiert. Wenn die TeilnehmerInnen am Bauernmarkt Interesse haben, kann ein gemeinsames Gespräch über konzeptionelle Fragen und praktische Unterstützungsmöglichkeiten geführt werden.
1.4. Saftpresse
Zur Weiterentwicklung dieses Projektes wird ein Gespräch zwischen Herrn Behmenburg, der NFG und dem Kreisumweltamt Unna geführt.
1.5. Dachmarke
Herr Auge stellt anhand anschaulicher Folien die Struktur für ein Projekt Entwicklung einer regionalen Dachmarke vor.
Frau Helberg-Gödde skizziert einen Projektantrag der Werkstatt Unna, demzufolge eine Person eingestellt werden soll, um die Verbraucheransprache zu intensivieren.
1.6. Termine
Am Mittwoch, 25.9.02, findet von 15 bis ca. 20 Uhr ein Workshop zur Regionalvermarktung statt, und zwar in der Ökologiestation Bergkamen.
2. Fachforum "Naturschutz, Naherholung, Service" am 9.7.02
2.1. TeilnehmerInnen waren
Heinz-Wilhelm Büscher, WLV Ruhr-Lippe
Klaus Lang
Hugo Gödde
Ulrich Häpke
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Sabine Döring, landaktiv
Herr Lenzen, LWK Ruhr-Lippe
Jutta Sucker, landaktiv
Frau Margenberg, AfAO Soest
Dagmar Schlaberg, AfAO Soest
Anke Bienengräber, Biologische Station Kreis Unna
Peter Driesch, Kreis Unna, Natur und Umwelt
Bertold Müller, Natürlich Hellweg GmbH
Margret Bienert, landaktiv
Frau Mowwe, landaktiv
Ingrid Nordhoff-Spinne, landaktiv
Hans-Joachim Nölle, Berater
Ute Burmann, Stadt Dortmund
Dr. Wilhelm Grote, Stadt Dortmund
2.2. Projekt Machbarkeitsstudie Gut Königsmühle
Die TeilnehmerInnen waren zu Gast bei Familie Mowwe auf Gut Königsmühle in Dortmund-Mengede. Nach einer Führung über das Hofgelände stellt Herr Dr. Grote, Stadt Dortmund, das Projekt Gut Königsmühle vor, für das eine Machbarkeitsstudie beantragt werden soll. Sowohl bei der Hofbesichtigung als auch in der Diskussion wurde auf die Gefahr hingewiesen, dass das Gut, das dem Unternehmen Thyssen-Krupp gehört und von Familie Mowwe immer nur aufgrund kurzfristiger Pachtverträge bewirtschaftet werden kann, durch unterlassene Investitionen tendenziell verfallen könnte. Damit würde ein traditionsreicher landwirtschaftlicher Betrieb und eine regional bedeutsame Naherholungs- sowie Begegnungsmöglichkeit verloren gehen. Die Suche nach Alternativen ist also dringend erforderlich, um diese Gefahr abzuwenden.
2.3. Förderprogramm Niederwild
Frau Schlaberg, Amt für Agrarordnung Soest, stellt als Projektvorschlag das Förderprogramm Niederwild vor. Vor der Hintergrund der Diskussion im Fachforum sollen die bisherigen Erfahrungen mit vergleichbaren Programmen noch etwas genauer beschrieben werden, Finanzierungsalternativen ausgelotet und Abstimmungsgespräche mit dem Nabu aufgenommen werden.
Als Problem kann sich aber die Bestimmung im Förderprogramm erweisen, dass Maßnahmen zur Ergänzung bestehender Agrarumweltprogramme ... vor der Durchführung an die Kommission zu notifizieren sind.
2.4. Bauern pflegen Landschaft
Herr Driesch organisiert ein kleineres Arbeitstreffen, damit die weitere Projektentwicklung koordiniert angegangen werden kann.
2.5. Termine
Das nächste Fachforum Naturschutz, Naherholung, Service" findet am Montag, 16.9.02, ab 19:30 Uhr in der Ökologiestation Bergkamen statt.
3. Untergruppe des Fachforums "Bildung und Kultur am 17.7.02.
3.1. TeilnehmerInnen der Untergruppe waren:
Klaus Lang, KulTour Akademie und Reiselädchen
Ulrich Häpke
Barbara Helberg-Gödde, Natürlich Hellweg GmbH
Hans-Joachim Nölle, Berater
Martin Schulte, Fuge Hamm
Rainer Hübsche, KulTour Akademie
Monika Schlunz und Andrea Hinsken, Haus Eickholt Werne
3.2. Ergebnisse Kurzfassung
Diese Untergruppe diente der Vorbereitung eines Workshops. Als Ziele des Workshops wurden folgende Punkte herausgearbeitet:
- die Vernetzung von Landwirtschaft, Kultur und Tourismus;
- die in dieser Vernetzung liegenden Potentiale müssen bekannt gemacht werden,
- Beispiele guter Praxis sind zu zeigen,
- Vernetzungsstrukturen müssen entwickelt werden.
Auf einem weiteren Treffen werden diese Punkte konkretisiert.
3.3. Termine
Der Workshop "Bildung und Kultur findet am Mittwoch, 2.10.02, ab 15 Uhr in der Ökologiestation Bergkamen statt.
nähere Infos telefonisch unter 02389/980917 oder per e-mail