Pädagogisches Konzept

Pädagogisches Konzept

„Lernen ist in die Nähe dessen kommen, das man mag.“ Hans Gieding
Lernen ereignet sich in Situationen. Eine dem Globalziel des nachhaltigen Umgangs mit beschränkten Ressourcen, des schonenden In-der-Welt-seins und dem Erhalt nichtmenschlicher Natur folgende Entwicklung didaktischer Leitlinien muss dies berücksichtigen. Denn nachhaltig, d.h. zukunftsorientiert, soll auch der Lernerfolg sein!

Die den Lernenden je eigene Lebenswelt ist Ausgangs- und Zielpunkt. Lebenswelt meint, den Menschen nicht als additive Ansammlung von Modulen, wie Kognition, Sinneswahrnehmung, Emotionalität, Sozialverhalten oder Körperlichkeit zu sehen, sondern als Ganzheit. Der Ereignischarakter der Lernsituationen nimmt also den Lernenden als in seiner Welt Seienden ernst.

Die Lernbereiche „Wasser“, „Boden“, „Insekten“, „Landwirtschaft – Kartoffeln/Getreide“, „Recycling – Papier schöpfen“, „Verarbeitung von Naturmaterial – Filzen/Heu“ können auf dem Gelände der Ökologiestation in jeweils natürlicher oder naturnaher Seinsweise erschlossen werden. Der Umgang mit den Lerngegenständen ist dabei ein je erlebender und gestaltender. Es ergibt sich sozusagen naturwüchsig, der didaktischen Idee des selbsttätigen Erschließens der Lerninhalte folgend, die Entfaltung einer Methodik der Mannigfaltigkeit.

Das jeweilige Lernereignis findet in der dem Thema entsprechenden Möglichkeit vollziehenden Umgangs mit den angemessenen Lernstoffen statt und bietet somit den Perspektivwechsel vom rein kognitiv Nachvollziehenden zum selbsttätig Gestaltenden.

Sich abwechselnde Phasen ruhiger Anschauung, lebhaften Austausches, tätiger Formung und sinnenden Nachvollzuges bieten eine Vielfalt des Methodischen, die sich nicht modischem Zwang (Smartphone, soziale Medien) sondern der Sache selbst verdankt.